Text in einfacher Sprache

Telemedizinische Betreuung bei Long-Covid
und anderen postakuten Infektionssyndromen

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Telemedizinische Betreuung bei Long-Covid
und anderen postakuten Infektionssyndromen


Dieser Beitrag ist vor allem für Betroffene und Interessierte geschrieben.
Long Covid gehört zu einer Gruppe von Krankheiten, die nach einer Infektion entstehen können.
Fachleute nennen diese Krankheitsgruppe postakute Infektionssyndrome ( die Abkürzung ist PAIS ).

Was ist damit gemeint?

Es geht um Probleme, die nach einer Infektion noch lange anhalten können :

  • Müdigkeit
  • schlechteres Konzentrieren
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • und so weiter. Sie kennen das vielleicht.


Solche Folgen können auch bei anderen Krankheiten vorkommen, wie :

  • Grippe
  • Borreliose
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Auch ME/CFS gehört zu dieser Gruppe.
    ME/CFS ist die Abkürzung für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom.
    Das ist jedoch eine Krankheit mit ganz besonderen Kennzeichen.


Durch die Corona-Pandemie gibt es viel mehr Menschen, die an solchen Erkrankungen leiden. Es wird viel geforscht – aber er es ist noch nicht klar genug, was dabei wirklich im Körper passiert.

Warum ist die Erforschung so schwierig?

Meist sind mehrere Organe zugleich betroffen.
Deshalb können viele verschiedene Beschwerden vorkommen, was alles komplizierter macht.

Wie kann ich mir das besser vorstellen?

Ein Kreis mit einem harmonischen Blumenmuster in der Mitte. Alle 11 wichtigen Organsysteme des menschlichen Körpers sind rundherum angeordnet.

Alle Organe unseres Körpers sind miteinander verbunden. Es ist beeindruckend, wenn man sich ansieht, wie viele das sind.

Gibt es irgendwo ein Problem, wirkt es sich auch woanders aus. Je länger eine Erkrankung andauert, desto eher werden auch andere Gebiete betroffen.

Es ist wichtig, zu wissen:
Wie schnell man sich nach einer Krankheit erholt, hängt nicht nur davon ab, wie viel Energie und wieviel Baustoffe man hat.
Auch die Verbindungen zwischen den Organen spielen dabei eine große Rolle.

Außerdem gibt es von Mensch zu Mensch viele Unterschiede.
Warum: Die genetische Veranlagung ist bei jedem anders. Noch dazu gibt es viele Einflüsse aus der Umwelt. Zum Beispiel unsere Ernährung, wo wir wohnen und welche Arbeit wir haben.

Wie kann ich mir das genauer vorstellen?

Alle Organe unseres Körpers sind miteinander verbunden. Es ist beeindruckend, wenn man sich ansieht, wie viele das sind:

Ein Kreis mit einem harmonischen Blumenmuster in der Mitte. Alle 11 wichtigen Organsysteme des menschlichen Körpers sind rundherum angeordnet.

Gibt es irgendwo ein Problem, wirkt es sich auch woanders aus. Je länger eine Erkrankung andauert, desto eher werden auch andere Gebiete betroffen.

Es ist wichtig zu wissen:
Wie schnell man sich nach einer Krankheit erholt, hängt nicht nur davon ab, wie viel Energie und wieviel Baustoffe man hat.
Auch die Verbindungen zwischen den Organen spielen eine große Rolle.

Außerdem gibt es von Mensch zu Mensch viele Unterschiede.
Warum: Die genetische Veranlagung ist bei jedem anders. Noch dazu gibt es viele Einflüsse aus der Umwelt. Zum Beispiel unsere Ernährung, wo wir wohnen und welche Arbeit wir haben.

Bis das alles ausreichend untersucht ist, müssen wir mit dem arbeiten, was wir bereits wissen.
Niemand wird abwarten, bis die Ursachen und Einflüsse vollständig erforscht sind.

In der Zwischenzeit ist verknüpftes Denken eine gute Grundlage für die Behandlung :

  • Welche Organe sind betroffen und wie viele?
  • Wo gibt es die Verbindungen?
  • Welcher Bereich hat Vorrang?

Je genauer man dabei vorgeht, desto deutlicher werden die Verknüpfungen. Und desto besser kann man die Behandlung anpassen. Denn was für einige Menschen gut ist, kann bei anderen nicht hilfreich sein.

Der Verlauf der Krankheit ist sehr unterschiedlich:

  • Manche erholen sich relativ schnell und haben nur milde Symptome.
  • Andere langsam, aber stetig.
  • Manche erleben Rückschritte und später wieder Verbesserungen.
  • Einige entwickeln Symptome , die an ME/CFS denken lassen: Alltagsbelastungen werden dann immer weniger vertragen und können sogar alles verschlimmern.

Derzeit kann man den Verlauf nicht zuverlässig vorhersagen. Das führt oft zu Ängsten. Deshalb ist es wichtig, sich klar zu machen: Long-Covid ist nicht automatisch fest geschrieben. Auch nach längerer Zeit sind Verbesserungen möglich.

Wenn man sicher weiß, dass jemand ME/CFS hat, ist es nach dem heutigen Wissen eher selten, wieder so gesund zu werden wie früher. Viele Betroffene erleben Schwankungen ihrer Beschwerden und Belastbarkeit. Es gibt vier Schweregrade. Sie reichen von „mild“ bis „sehr schwer“. „Mild“ bedeutet hier nicht „harmlos“, denn auch milde Verläufe können schwierig sein.
Deshalb ist es sehr wichtig, Schwankungen rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.

Die Vorteile von Telemedizin sind klar: Man kann sie überall und schnell nutzen.

Die Nachteile auch: wenn eine persönliche Untersuchung nötig ist.

So funktioniert telemedizinische Betreuung:

  • Das ausführliche Arztgespräch ist die Basis: Gerade bei schwierigen Krankheiten braucht es viel Zeit und genaue Erklärungen, um die richtigen Schritte zu tun.
  • Die bisherigen Erfahrung haben gezeigt, dass die Symptome und Beschwerden immer wieder wechseln.
    Deshalb ist es wichtig, kürzere Abstände zwischen den Behandlungen zu planen. Hier spart Telemedizin Energie und Zeit.
  • Man kann auch Fertigtests einsetzen, die speziell für die Anwendung zu Hause vorgesehen sind.
    Beispiele: Untersuchung auf Laktoseintoleranz, Speicheltests zur Untersuchung des Cortisolspiegels.

Telemedizin kann also vieles an Kraft – und Zeitaufwand abfedern.
Die Betreuung wird jedoch am besten sein, wenn Telemediziner:innen und Hausärzt:innen zusammenarbeiten.
Es profitieren alle – Patient:innen, Ärzt:innen und das Gesundheitssystem:

  • Die Diagnose und die Therapie gehen schneller.
  • Die Behandlung durch Fachärzte wird besser abgestimmt.
  • Psychologische Betreuung kann leichter eingebunden werden.
  • Hilfe im sozialen und beruflichen Leben kann besser organisiert werden.

Alle verfügbaren Kräfte zusammen ergeben die bestmögliche Behandlung.